2010 Jahreshauptversammlung im Landgestüt Moritzburg

Am 25. September fanden sich unsere Mitglieder trotz Regenwetter sehr zahlreich auf dem Gestütshof in Moritzburg zur zweiten Nach-mittagsstunde ein. Sie lauschten aufmerksam den interessanten und informativen Ausführungen von Herrn Gestütsoberwärter Paschke.
Er berichtete, dass das Gestüt 1815, nach den endlos langen Scharmützeln mit dem alten Napoleon, gegründet wurde. 38 Hengste wurden als Landbeschäler eingestellt. Zunächst war die Oldenburger Rasse das Zuchtziel. Das änderte sich jedoch immer nach den Erfordernissen, die die sich entwickelnde Wirtschaft stellte. Zum Beispiel brauchte die Landwirtschaft Kaltblüter. 

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die bekannten Percherons gezüchtet, um dann ab 1911 die belgisch- brabanter Richtung bei den Kaltbluthengsten einzuschlagen.
In den Jahren des Zweiten Weltkrieges wurden die Pferde des Gestütes für den Kriegsdienst gebraucht, aber danach baute man den Bestand wieder auf.
Gegenwärtig stehen 100 Hengste in den Stallungen in Moritzburg gegenüber dem Schloss bereit, ihr Erbgut weiter zu geben. Dabei finden wir edle Warmbluthengste, Deutsche Sportpferde und Rheinisch- Deutsches Kaltblut und Haflinger.
Jedes Jahr Ende August / Anfang September finden die Hengstparaden in Moritzburg statt. In vielen Familien ist es eine wunderschöne Tradition, diese zu besuchen.
Für die Mitarbeiter des Gestüts bedeuten sie sehr viel Vorbereitungsarbeit mit den Tieren und für das Gelände. Dennoch ist es für Gestütsoberwärter Paschke eine Ehre dabei zu sein.
 

Eine ganz bezaubernde Veranstaltung war das Konzert „Musik und Hengste“ im August. Es wird hoffentlich eine Neuauflage geben.
Unsere Jahreshauptversammlung nahm nach der Führung durch das Gestüt ihren schon seit Jahren gewohnten Verlauf mit Kaffeetrinken, Bericht des Vorsitzenden Herrn Friebel und den des Kassenwartes Herrn Engelhardt. Wie immer war der Kassenbericht, geprüft von Herrn Dr. Krümmel, ohne Beanstandungen. Dieses Jahr wies er ein erfreuliches Plus der Kasse aus.
Nach einer kurzen Diskussion, einem Bericht zur Abteilung Gartenbau durch Herrn Dr. Wackwitz und Erfahrungsberichten von drei Absolventen der Technikerschule, endete dieser schöne Nachmittag.

Christina Reinicke
Beisitzer im Vorstand

 

2010 Absolvententreffen am 2. Januarwochenende

Es findet nur einmal im Jahr statt,
es ist im Januar,
in Pillnitz,
immer Sonnabend,
und zwar der 2. im Jahr.

Unser Jahrestreffen der ehemaligen Pillnitzer war angesagt. Der Einladung folgten wie immer einige unerschrockene Gärtner, die sich von Kälte, Schnee und Eis nicht abschrecken ließen.
Jedes Jahr setzen wir unser Treffen unter ein Motto. Dieses Mal öffneten sich für uns die Räume der Hochschule für Technik und Wirtschaft.
Unser Hafen war, wie in den vergangenen Jahren, das Parkcafé.

Nachdem wir uns dort trafen und unser Essen bestellten, folgten wir Manuela Haase in die Räumlichkeiten der HTW am Pillnitzer Platz.
Es hat sich einiges getan, seit ich den Mitschurinbau 1992 das erste mal betrat, damals war ich Umschüler im Berufsbildungswerk des Sächsischen Garten- und Landschaftsbauverbandes, welcher einen dieser Räume nutzte.
Es ist für mich sehr interessant zu sehen, wie die Räume heute für Forschung und Lehre genutzt werden.
Im damaligen Seminarraum fand ich jetzt ein modernes Labor. Das Gebäude Pillnitzer Platz 1 ist sehr schön saniert, hell, freundlich und modern ausgestattet. 
Das neue Gebäude hinter der Nr. 1 kennen wir schon.  Dort fand eines unserer Jahrestreffen statt und wir studierten Sächsische Weine.

 

Diesmal interessierten uns mehr die modernen Hörsäle und Kabinette. Als krönenden Abschluss besichtigten wir die Alte Schmiede samt lebendem Inventar, und ordentlichen Fußbodendielen.

Unser Fazit … Pillnitz lebt!

Und wie immer pflegten wir noch einige Stunden regen Gedanken-austausch mit unseren Pillnitzer Freunden im Parkcafé.
Bis zum nächsten Jahr!

Daniel Koch
Beisitzer im Vorstand